Prepaid Karte aufgeladen und Guthaben gleich wieder weg – daran kann es liegen

Prepaid Karte aufgeladen und Guthaben gleich wieder weg – daran kann es liegen
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Prepaid Karte aufgeladen und Guthaben gleich wieder weg – daran kann es liegen – Viele Kunden haben früher oder später das Problem, dass sie neue Guthaben auf die Simkarte laden (beispielsweise weil der Anbieter eine Erinnerung schickt) und diese aufladung auch erfolgreich durchgeführt wird, nach 12 oder 24 Stunden aber bereits die nächste Erinnerung kommt, weil das Guthaben angeblich schon wieder verbraucht wurde. Das passiert leider häufiger, als man denkt. So schreibt ein Kunde im Support-Forum von O2 zu genau so einem Fall:

… ich hatte am 16.2.17 mein Prepaid Guthaben aufgeladen und laut SMS Bestätigung ein Guthaben von 39,57€ Am gleichen Tag wurde meine Telefonie Allnet Flat um 15€ aufgeladen. In der Nacht zum 28.2.17 erhielt ich dreimal die SMS Nachricht dass mein Guthaben fast aufgebraucht sei und mein Guthaben wieder laden soll. Im Anschluss kam die SMS dass ich nun ohne Internet Pack surfe.

Das Internet Pack wurde aber nicht wieder aktiviert. Wo ist denn nun mein Guthaben von 24,57€ hin verpufft? Ich war nicht im Ausland und habe nicht in der Nacht um 3:00 stundenlange Telefonate ohne aktivierter Flatrate geführt. …

Ist man selbst von einem solchen Fall betroffen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die dafür sorgen können, das auf einmal das Guthaben verschwunden ist bzw. der Kontostand wieder sehr niedrig. Der Anbieter selbst kann nur selten etwas dafür, in der Regel sind es andere Gründe, die dafür sorgen, dass auf einmal das Prepaid Guthaben verschwunden ist.

Einzelverbindungsnachweis

Die einfachste Möglichkeit, zu prüfen, warum kein Guthaben mehr auf der Prepaid Simkarte ist, besteht im Einzelverbindungsnachweis. Dort werden alle Rechnungsposten aufgeführt und so kann man sehr einfach sehen, warum und für was Guthaben genutzt wurde.

Das Problem dabei: der Einzelverbindungsnachweis muss meistens erst manuell aktiviert werden, damit die Abrechnungsdaten angezeigt werden. Hat man dies nicht getan, kann man auch nicht auf die Daten zurück greifen und rückwirkend klappt die Anzeige leider nicht. Bei einigen Anbietern wird darüber hinaus dieser Nachweis gar nicht erst angeboten.

Da der EVN meistens nichts kostet, sollte man ihn direkt zu jedem neuen Tarif mit aktivieren. Dann kann man bei Probleme auf eine Auflisten aller Buchungen zurück greifen.

Optionen und Flatrates prüfen

In dem Bereich gibt es zwei Möglichkeiten: zum einen könnte eine Option, die aufgrung von zu wenig Guthaben nicht mehr aktiv war, wieder aktiviert worden sein, weil wieder genug Guthaben vorhanden ist. Dann wird der Betrag automatisch vom Guthaben abgezogen und man kann die Leistungen der Flatrate bzw. Option wieder nutzen. In dem Fall wurde dann automatisch der Grundpreis abgebucht und man kann aufgrund dieses Preises in etwa abschätzen, welche Flat wieder aktiviert wurde.

Die zweite Möglichkeit: eine Internet-Option hat sich deaktiviert und die Abrechnung des Datenvolumens erfolgt seit dem per Verbrauch. Das hört sich nicht wirklich viel an, kann aber bei modernen Smartphones durchaus ins Geld gehen, wenn die Geräte Updates aus dem Netz ziehen und dies pro Megabyte Datenübertragung abgerechnet wird.

In beiden Fällen lohnt es sich, den Status der eigenen Flatrates und Optionen zu prüfen. Das geht am einfachsten im Kundenbereich, man kann aber auch im Support nachfragen, wenn man sich nicht sicher ist. Auf diese Weise erfährt man, ob es tatsächlich an einer Tarifoption lag oder ob eine Flatrate möglicherweise gar nicht mehr aktiv ist und man daher volumenbasiert bezahlt.

Drittanbietersperre

Ein dritter Punkt, der für zu wenig Guthaben sorgen kann: Drittanbieter haben ein Abo oder eine andere Forderung über die eigene Handyrechnung eingezogen. Das passiert mittlerweile nicht mehr ganz so häufig, aber in der Regel ist die Bzahlung von Drittleistungen über die Handyrechnung standardmäßig aktiv und teilweise gibt es auch schwarze Schafe, die das unberechtigt ausnutzen.

Mit einer Drittanbietersperre kann man die Genehmigung zum Einzug dieser Forderungen durch den eigenen Netzbetreiber widerrufen. Damit dürfen neue Posten nicht mehr über die Handyrechnung eingezogen werden. Aber Achtung: Die Forderung besteht trotzdem und kann per normaler Rechnung eingefordert werden. Die Drittanbietersperre schützt nur vor dem automatischen Einzug per Handyrechnung. Die Sperre kann jederzeit eingerichtet werden, je eher, desto besser ist der Schutz.

Mittlerweile bieten alle Mobilfunk-Betreiber dies an. Grundlage dafür ist eine Gesetzesänderung von 2012. Die Anbieter müssen nach § 45d Abs. 3 Telekommunikationsgesetz solche Sperren einrichten. Dabei ist die Vorgehensweise je nach Anbieter unterschiedlich:

Drittanbietersperre bei der Telekom

Die Telekom bietet die Einrichtung der Drittanbietersperre unter der Kurzwahl 2202 an. Die Sperre kann ebenfalls schriftlich oder über die Hotline eingerichtet werden. Bei der Sperre kann man sich entscheiden ob man alle Dienste sperrt oder nur bestimmte Bereiche. Dabei wird nach folgenden Kategorien unterschieden: Business-Dienste, Consumer-Dienste oder Adult-Inhalte

Drittanbietersperre bei Vodafone

Die Sperre kann vom Kunden selbstständig im Bereich “MeinVodafone” unter dem Punkt “Mobiles Bezahlen” eingerichtet werden. Auch die Vodafone Hotline nimmt diese Sperren entgegen. Darüber hinaus steht hier das FAX zur Verfügung, das an Vodafone gesendet werden kann um die Drittanbietersperre einzurichten: Drittanbietersperre-Vodafone (PDF)

Drittanbietersperre bei O2

Bei O2 kann die Sperre von Drittanbietern nur über die Kundenhotline eingerichtet werden Dabei sind drei Varianten der Sperrung möglich: Komplettsperre inklusive o2, nur Drittanbieter (ohne O2), nur Drittanbieter ohne (mypass und O2)

 

1 Kommentar

    • Mario
      23. September 2018

      Hatte in so Singapur 50€ verloren. Keine Aktivität und als aufgebraucht.

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