Prepaid-Karte soll deaktiviert bzw. gesperrt werden – was tun?

Prepaid-Karte soll deaktiviert bzw. gesperrt werden – was tun?
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Smartphone Handy Sim Simkarte Pixabay CC0Prepaid-Karte soll deaktiviert bzw. gesperrt werden – was tun? –  Provider dürfen kein Guthaben auf der SIM-Karte verfallen lassen, auch wenn das Guthaben vor mehr als einem Jahr aufgeladen wurde. Aber das bedeutet nicht, dass die Karte somit unbegrenzt gültig ist, ohne das der Netzbetreiber einschreitet. Jeder Mobilfunkanbieter sperrt nach einer gewissen Zeit einen ungenutzten Prepaid-Vertrag. Letztendlich ist mit jedem Anschluss eine Rufnummer verbunden, und von denen stehen den Providern nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung. Die entsprechenden Regelungen werden oftmals schlecht kommuniziert. Im nachfolgen Abschnitt werden zunächst die Fristen der wichtigsten Provider betrachtet.

Telekom Prepaid-Karten

Die Prepaid-Karten der Telekom werden bei einer „Karteninaktivität“ von zwei Jahren gekündigt. Wenn die Karte 23 Monate nicht aufgeladen wurde, nutzt Telekom das Kündigungsrecht mit einer Frist von einem Monat. Der Kunde umgeht die Kündigung, wenn er Guthaben auf seine Prepaid-Karte lädt. Nach der Kündigung hat der Nutzer noch drei weitere Monate Zeit die Karte zu reaktivieren, danach wird die Nummer neu vergeben. Im Kündigungsfall kann man das verbliebene Guthaben zurückfordern, welches einem gesetzlich zusteht. Im Telekom Forum gibt es Nutzer dazu auch folgenden Tipp:

Das Guthaben ist unbegrenzt gültig. Jedoch wird nach 24Monaten gezählt von der letzten Aufladung die Karte automatisch deaktiviert. Allerdings wird man zuvor per Post wie auch SMS darüber informiert.

Gerade bei wenig-Nutzern empfiehlt sich dann lieber nur die 15EUR und dafür öfter aufzuladen. Falls es mal zur Deaktivierung gekommen sein sollte, lässt sich die Karte bis zu 3 Monate danach wieder reaktivieren. Andernfalls ist auch eine Auszahlung des Restguthabens möglich.

Insgesamt bietet die Telekom bei den eiegen Tarife mit 2 Jahren eine recht lange Nutzungszeit, irgendwann werden aber auch diese Simkarte deaktiviert. Man kann durch eine regelmäßige Aufladung von kleinen Beträgen aber dafür sorgen, dass die Simkarte aktiv bleiben. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte diese Möglichkeit nutzen. Congstar und andere Prepaid Anbieter im Telekom Netz bieten im Übrigen kürzere Fristen.

Vodafone Prepaid-Karten

Vodafone will die eigenen Kunden darüber informieren, wenn ihre Karte Gefahr läuft abgeschaltet zu werden. In der Regel erfolgt diese Info per SMS – wer also das Handy ausgeschaltet hat, verpasst diese Nachricht unter Umständen. Die Kunden haben dann einen Monat Zeit, um die Karte wieder aufzuladen. Eine Aufladung der Karte mit 15 Euro verlängert die Kartengültigkeit um neun Monate, eine Aufladung über 15 Euro um 15 Monate. Wenn die Karte nicht wieder aufgeladen wurde, dann ist diese abgeschaltet. Der Prepaid-Vertrag kann jedoch noch bis zu 90 Tagen nach der Abschaltung durch Vodafone reaktiviert werden. Auf Wunsch des Kunden wird nach Beendigung des Vertrags ein etwaiges Restguthaben ausgezahlt und auf ein deutsches Girokonto gutgeschrieben.

Bei Vodafone kann die Aktivierung von Callya Karten durchaus auch Probleme bereiten. Im Forum schreibt ein Nutzer dazu:

seit montag versuche ich über die 0172 2290229 der deaktivierung zu widersprechen, damit eine aufladung erfolgen kann – leider no way. ansage „zur zeit ist kein mitarbeiter verfügbar“. also was tun, denn der alte herr sollte schon ein handy haben, … für notfälle.

Allerdings sollte das eher die Ausnahme sein, in der Regel lassen sich die Karte ohne Probleme über die Hotline wieder aktivieren – wenn nicht zu viel Zeit vergangen ist. Andere Prepaid Sim im Vodafone Netz (beispielsweise Otelo oder FYVE) haben ebenfalls diese Fristen – hier unterscheiden sich die unterschiedlichen Marken kaum.

O2/Telefónica Prepaid-Karten

O2 informiert seine inaktiven Nutzer schriftlich, wenn die Karte 6 Monate lang nicht aufgeladen wurde. Der Kunde erhält eine Frist von 30 Tagen um der Kartendeaktivierung mittels Kartenaufladung entgegenzuwirken. Erfolgt keine Kartenaufladung, so wird die O2 Prepaid Karte gesperrt und das noch bestehende Guthaben abgebucht. Der Kunde kann sich das Guthaben auszahlen lassen, jedoch nur indem die SIM-Karte zu O2 geschickt wird. Hat man die Karte bereits entsorgt ist keine Auszahlung des Guthabens möglich.

In verschiedenen Foren findet man auch Tipps und Tricks dazu, beispielsweise schreibt ein Nutzer bei GuteFrage:

Bei o2 musst du alle 6 Monat Guthaben aufladen, sonst wird die Karte gesperrt. Das Guthaben verfällt nicht, du musst aber die Simkarte zurückschicken und dann wird das Restguthaben auf dein Bankkonto überwiesen. Die Rufnummer verfällt und wird nach einigen Monaten neu vergeben.

Bei O2 gibt es die Möglichkeit, die Karten auch mit kleinen Beträge per Überweisung aufzuladen. Die genaue Vorgehensweise haben wir hier beschrieben.

Insgesamt gibt es derzeit auf dem deutschen Markt nur sehr wenige Karten, die dauerhaft aktiv bleiben, wenn man sie nicht nutzt und auflädt. Die Regel sind eher Karten, die eine maximal Laufzeit von etwa einem Jahr (teilweise auch bis zu 15 Monate) haben und die man daher mindestens einmal pro Jahr aufladen sollte.

Unsere Empfehlung zum Umgang mit Prepaid Sim

Bei allen Anbieter ist die Reaktivierung einer inaktiven Simkarte oft mit Aufwand verbunden. Man muss den Support des jeweiligen Anbieters kontaktieren (was teilweise gar nicht so einfach ist) und dort die Handykarten wieder aktiv schalten lassen. Sind Prepaid Sim zu lange inaktiv, kann es durchaus sein, dass diese Aktivierung gar nicht mehr möglich ist, weil die Rufnummer mittlerweile anderweitig vergebne wurde.

Aus diesem Grund ist es einfacher, die Simkarte gar nicht erst deaktivieren zu lassen. Bei den meisten Anbietern reicht es dafür, die Sim einmal im Jahr nachzuladen. Mit einem simplen Duaerauftrag kann man sich daher viel Arbeit sparen und auch Nerven schonen. Das Guthaben kann man bei einer Kündigung in jeden Fall auch wieder auszahlen lassen – aufgeladenes Guthaben geht mittlerweile also nicht mehr verloren, so dass man bei einer regelmäßigen Aufladung auch keine wirklichen Kosten hat.

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