Prepaid Tarife Vergleich – darauf sollte man achten

Prepaid Tarife Vergleich – darauf sollte man achten
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Prepaid Tarife Vergleich – darauf sollte man achten – Auf dem Mobilfunkmarkt gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr alleine die großen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone, E-Plus und O2. Auch viele Mobilfunkdiscounter haben sich inzwischen auf dem Markt etablieren können. Egal, um welchen Anbieter es sich auch handeln mag, der Mobilfunkkunde erhält neben Mobilfunkverträgen mit einer 2-Jahres-Bindung auch noch zahlreiche Prepaid Tarife, mit denen man keine Vertragsbindung eingeht und dennoch Geld sparen kann. Dadurch soll mehr Kostentransparenz möglich sein, da man seine Kosten so stets direkt im Blick hat.

Augen auf – auch beim Prepaid Tarif

Ein Prepaid Tarif ist in erster Linie für solche User geeignet, die nur recht wenig telefonieren, aber trotzdem erreichbar sein möchten. Mit den Einheitstarifen der Prepaid-Anbieter mag dies auch eine sehr preisgünstige Alternative zu einem Mobilfunkvertrag sein. Doch auch bei den Prepaid Tarifen muss man besonders aufpassen, denn auch diese haben nicht nur Vorteile, sondern auch den einen oder anderen Nachteil. So haben manche Prepaid Tarife beispielsweise eine ungünstige Taktung oder ein Anruf bei der Mailbox wird mitunter teuer in Rechnung gestellt. Auch bei den Einheitstarifen muss man inzwischen genau auf die Konditionen achten, sonst kann der Prepaid Tarif mitunter deutlich teurer werden als gedacht.

Worauf sollte man achten?

Da inzwischen viele große Fische im Mobilfunkteich schwimmen, ist die Zahl der Angebote entsprechend groß, weshalb man hier schnell den Überblick verlieren kann. Zudem sorgt dies für einen stetigen Preiskampf zwischen den Anbietern. Bei vielen Prepaid-Anbietern hat man inzwischen die Möglichkeit, seine bisherige Handynummer mitzunehmen, wodurch man sich nicht an eine neue Nummer gewöhnen muss. Hier wird bei einigen Anbietern eine Portierungsgebühr berechnet, bei anderen wiederum werden diese Kosten vom Anbieter getragen.

Gerade solche User, die sehr wenig telefonieren, laufen schnell Gefahr, dass sie ihr aufgeladenes Guthaben verlieren. Grund dafür sind die in den AGB festgelegten Aktivitätszeiträume, innerhalb denen man sein Guthaben wenigstens einmal aufgeladen oder ausgehend telefoniert haben muss. Dieser Zeitraum muss daher unbedingt beachtet werden, da sonst mitunter die gesamte Prepaidkarte gesperrt wird.

Ein weiterer Punkt sind die Laufzeiten der Optionen und Flatrates. Einige Anbieter haben hier noch einen Monat (also 30 Tage) als Laufzeit, viele Tarifen setzen aber nur noch auf 4 Wochen (28 Tage). Das mag sich wenig anhören, wenn man die Flat aber ein Jahr lang nutzt, zahlt man bei 28 Tagen etwa einmal mehr die Grundgebühr und das macht dann schon einen Unterschied. Hier sollte man im Kleingedruckten prüfen, welche Laufzeit angegeben ist.

Noch ein Punkt: echtes Prepaid oder Pseudo-Prepaid?

Nicht alle Prepaidkarten auf dem Markt bieten tatsächlich einen echten Prepaid Tarif. Oft verkaufen Unternehmen ihren Kunden Postpaid Tarife auch als Prepaid – mit der entsprechenden Abrechnung. Der Anbieter kauft vom Netzbetreiber Minutenkontingente oder hat einen bestimmten Basispreis vereinbart. Mit ein wenig Aufschlag (Gewinnmarge) verkauft er diese Gesprächsminuten an den Kunden weiter. Der Kunde bezahlt an den Anbieter, der wiederum bezahlt beim Netzbetreiber je nach verbrauchter Leistung.

Durch diese doppelte Abrechnung dauert es etwas, bis die Leistungen auf dem Kundenkonto erfasst sind. Diese Verzögerung kann zu Problemen führen, denn innerhalb dieser Zeit könnte ein Kunden auch telefonieren wenn sein Konto eigentlich schon einen negativen Saldo hat. In der Regel wird die Abrechnung alle 24 Stunden aktualisiert, die Abrechnung erfolgt also mit einem Tag Verzögerung. Kunden merken das daran, das es bei ihnen keinen aktuellen Kontostand gibt und das Belastungen erst mit einem Tag Verzögerung erfolgen.

Aufgrund dieser Problematik ist die Kostenkontrolle bei Pseudo Prepaid Anbietern nicht so streng wie bei richtigen Prepaid Karten. Es besteht durchaus die Möglichkeit, mit der Prepaid Karte ins Minus zu rutschen. In den AGB von Pseudo Prepaid Anbietern finden sich daher regelmäßig auch Passagen wie mit solchem negativen Guthaben umzugehen ist, bzw. das der Kunde dieses schnellstmöglich auszugleichen hat. Hohe negativen Kontostände sind aber die Ausnahme da es in 24 Stunden um die sich die Abrechnung maximal verzögert meistens nicht möglich ist hohe Beträge zu vertelefonieren. Das kann nur passieren wenn es bei der Datennutzung beispielsweise einen zu teuren Tarif gibt. Da die meisten Pseudo Prepaid Anbieter aber mittlerweile auch Datenflatrates und günstige Datentarife für die Kunden bereit halten, tritt dieses Problem auch nicht mehr oft auf.

Die Unterschiede bei den Geschwindigkeiten

Bei den Prepaid Karte auf dem deutschen Markt gibt es mittlerweile die größten Unterschiede zwischen den Simkarten bei der Geschwindigkeit, mit der sie das mobile Internet- Nutzen können. Einige Angebote haben dabei bereits Zugriff auf LTE und können mit entsprechend hohen Geschwindigkeiten surfen. Andere Anbieter nutzen noch 3G Verbindungen (HSDPA und UMTS) und der Speed ist deutlich geringer, da die maximale Geschwindigkeit bei 3G nur 42MBit/s beträgt. Oft bekommt man bei 3G Simkarten sogar noch wesentlich geringere Geschwindigkeiten, die bei maximal 7,2MBit/s liegen.

Aber auch LTE selbst steht nicht immer für wirklich hohe Geschwindigkeiten. Nach dem aktuellen Stand auf dem deutschen Markt (Januar 2018) können lediglich die Angebote der Netzbetreiber selbst mit schnellem LTE und Geschwindigkeiten von mehr als 100MBit/s aufwarten. Im Detail sind das folgende Simkarten:

Auch LTE muss also nicht wirklich schnelles Internet bedeuten – oft sind die Geschwindigkeiten trotz LTE noch gedrosselt.

Telefonieren im Ausland

Einige Prepaid Anbieter bieten auch das Telefonieren im Ausland an. Hier sollte man sich jedoch zuvor über die Kosten informieren, damit nicht schon nach wenigen Minuten das gesamte Guthaben aufgebraucht ist.

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