Prepaid Notfallhandy – Lange erreichbar ohne große Kosten

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 Prepaid Notfallhandy – Lange erreichbar ohne große Kosten – Prepaid-Handys werden häufig als Zweithandys für den Notfall im Auto mitgeführt, oder aber von Senioren oder anderen Wenig-Telefonierern genutzt, um erreichbar zu sein, aber wenig Kosten zu haben.

Laufzeitverträge lohnen in diesen Fällen häufig nicht, da sie mit hohen monatlichen Grundkosten verbunden sind. Prepaid-Verträge haben diese Grundkosten nicht und eignen sich daher für diese Situationen eher.

Lösung: Congstar ohne Prepaid

Die beste Simkarte, die nicht verfällt und kein Aktivitätszeitfenster hat, ist derzeit wohl die Congstar „Wie ich will“-Simkarte. Diese bietet einen 9 Cent Tarif ohne Grundgebühr und hat auch keine Laufzeit – genau wie die Prepaidkarte, ist aber eine Simkarte auf Rechnung. Dazu hat sie kein Aktivitätszeitfenster. Im Forum schreibt ein Mitarbeiter des Unternehmens dazu:

“ … diese sogenannte „Inaktivitätsprüfung“ gibt es in der Tat nur bei congstar Prepaid-Tarifen. Für Flex-Tarife gilt sie also nicht. …“

Der Postpaid Tarif von Congstar ist also auf jeden Fall eine Alternative zur Prepaidkarte. Man findet ihn direkt hier.

Problem: die Prepaidkarte verfallen

Allerdings haben auch Prepaid-Verträge gegenüber einem normalen Handyvertrag Nachteile: Die Guthabengültigkeit. In der Regel verfällt das Guthaben nach einem bestimmten Zeitraum (6-12 Monate) wenn es nicht abtelefoniert wird und nach einer weiteren Zeitspanne wird die Karte deaktiviert. Wenn dann ein Notfall eintritt bzw. man das Handy anderweitig benötigt ist keine Verbindung mehr möglich. Wichtig: das Guthaben kann jederzeit noch ausgezahlt werden und ist damit nicht ersatzlos verloren. Das haben Gerichte so entschieden. Anbieter dürfen also nicht einfach so Guthaben ohne Gegenwert verfallen lassen. Sie dürfen aber die Karten deaktivieren und auch kündigen, selbst wenn noch Guthaben vorhanden ist. Es muss dann nur auszahlbar bleiben.

Aufgrund dieses Verfalls der Karten Grund wurden in diversen Foren ausgeklügelte Methoden entwickelt, wie man über regelmäßige Aufladung das Guthaben möglich kostenschonend über einen langen Zeitraum strecken kann. Tchibo zum Beispiel hat eine Guthabengültigkeit von 12 Monaten. Lädt man also alle 12 Monate einmal 10 Euro auf ist man theoretisch immer erreichbar und hat auch 10 Euro zum vertelefonieren.Noch weniger muss man bei O2 direkt nachladen. Die Simkarte kann per Überweisung auch mit nur 1 Cent aufgeladen werden und verlängern die Gültigkeit dann um bis zu 1 Jahr. Damit kann man mit nur 1 Cent pro Jahr die Simkarten dauerhaft am Leben halten.

Ob das in der Praxis auch so funktioniert darf bezweifelt werden, häufig denkt man nach einem Jahr nicht mehr daran, die Karte wieder aufzuladen. Am besten man richtet sich einen festen jährlichen Dauerauftrag ein. Dann muss man nicht mehr selbst nachladen.

Das ist auch gar nicht nötig, denn es gibt durchaus auch Prepaid-Discounter mit unbegrenzt gültigem Guthaben. Bei Simply (Simplytel) gibt es keinen Guthabenverfall. Egal wie lange man das Guthaben aufbewahrt, es bleibt immer das selbe und die Karte demnach aktiv.

Notfall Karten mit Administrationsgebühr

Bei Discountern wie Klarmobil oder Callmobile werden inaktive Karten nicht deaktiviert sondern es wird eine monatliche Gebühr erhoben. Das ist nervig, hat aber auch die Sicherheit, das nicht gekündigt wird. Diese sogenannten Administrationsgebühr beträgt 1 Euro pro Monat, wenn die Karte in den letzten 3 Monaten weniger als 6 Euro Umsatz gemacht hat.Im Kleingedruckten von Klarmobil heißt es dazu:

Es fällt eine monatliche Grundgebühr von 1,- Euro ab dem 4. Vertragsmonat an. Diese Gebühr entfällt, wenn der monatliche Rechnungsbetrag über 3,- Euro liegt.

Für 12 Euro im Jahr bekommt man also eine Discounter-Karte, die unter Garantie nicht verfällt, so lange Guthaben auf der Karte ist. Mit einem einmaligen Dauerauftrag kann man dies sicherstellen.

Allerdings sind diese Tarife in der Regel keinen reinen Prepaidtarife sondern Handytarife ohne Laufzeit und Grundgebühr (aber mit monatlicher Rechnung. Wer damit kein Problem hat, bekommt für 12 Euro im Jahr eine Karte, die dauerhaft nutzbar ist.

In Case of Emergency

Noch ein Tipp zum Schluss: Für Notfallhandys sollte man im Adressverzeichnis unter dem Kürzel ICE und IN die Rufnummer von Angehörigen abspeichern, die im Notfall benachrichtigt werden sollen. Die Wikipedia schreibt dazu:

Anleitung für das Kennzeichnen von Kontaktpersonen für Notfälle im Adressbuch von Mobiltelefonen nach dem „IN“-Verfahren:

  1. Im Handy einen Kontakt namens „IN“ anlegen, gefolgt vom Namen der Kontaktperson, z. B. „IN Mutter“ oder „IN David“.
  2. Die Telefonnummer der Kontaktperson speichern.
  3. Die IN-Kontaktperson(in) davon in Kenntnis setzen, dass man sie als solche im Handy führt.

Beim „ICE“-Verfahren würden die Einträge „ICE Mutter“ oder „ICE David“ lauten, beim international standardisierten E.123-Verfahren dagegen „01Mutter“ oder „02David“.

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