Notfallhandys und Prepaid Tarife für Rentner und Senioren

Notfallhandys und Prepaid Tarife für Rentner und Senioren
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Notfallhandys und Prepaid Tarife für Rentner und Senioren – Handys verbreiten sich immer mehr, auch viele ältere Bürger haben den Vorteil der mobilen Kommunikation erkannt und nutzen diese häufig. Allerdings sind die Anforderungen an den Mobilfunk von älteren Menschen anders als die Anforderungen von Teenagern. Klingeltöne, Fotokameras und  stylisches Aussehen spielen eher eine untergeordnete Rolle, wichtiger sind geringe Kosten,  lange Laufzeiten und einfache Bedienung. Auch das Internet ist nach wie vor nicht im Fokus: zwar haben nach aktuellen Studien etwa ein Drittel aller Senioren ein Smartphone, mit dem man auch ins Internet gehen könnte, aber nur wenige surfen damit tatsächlich regelmäßig.

1. Problem: Die Kosten für Seniorentarife niedrig halten

Ältere Menschen und Senioren telefonieren nach wie vor hauptsächlich über das Festnetz. Das Handy wird eher unregelmäßig genutzt, meistens auch nur als Notfallhandy um erreichbar zu sein. Hohe monatliche Gebühren mit Inklusivminuten sind daher in den meisten Fällen zu teuer, sinnvoller sind Prepaid Karten oder Discountanbieter ohne Fixkosten. Die Minutenpreise spielen eine eher untergeordnete R0lle, da sie bei dem eher  geringen Gesprächsaufkommen weniger ins Gewicht fallen.

Prepaidkarte erfüllen diese Voraussetzungen sehr gut, da die meisten Simkarten mit Prepaid Abrechnung keine Grundgebühr verlangen und nur das abrechnet wird, was verbraucht wurde. Nutzt man die Karten nicht oder nur selten, entstehen damit auch keine Kosten (oder nur sehr geringe, wenn man sie nur wenig nutzt).

2. Problem: lange Laufzeiten um im Notfall erreichbar zu sein

Um im Notfall erreichbar zu sein muss einerseits die Hardware funktionieren und darf der Akku nicht schnell leer werden, andererseits darf auch bei längeren Zeiten ohne Gespräch die Karte nicht vom Betreiber deaktiviert werden. Man benötigt also im besten Falle eine Prepaidkarte, die komplett ohne Laufzeit auskommt und nicht abgeschaltet wird.

Letzteres passiert insbesondere bei den Prepaid Anbietern im Eplus Netz relativ schnell. Bereits nach einem halben Jahr ohne Aufladung ist die Karte teilweise nicht mehr nutzbar für eigene Anrufe. Andere Prepaid Anbieter sind an dieser Stelle großzügiger und geben eine Frist von einem Jahr oder 15 Monaten, bis die Simkarte deaktiviert werden. Solche längeren Laufzeiten findet man beispielsweise bei Congstar oder auch der Callya Prepaidkarte von Vodafone.

Allerdings muss man auch bei diesen Tarifen mindestens einmal pro Jahr oder innerhalb von 15 Monaten aufladen. Vergisst man dies, oder kann dies nicht tun, weil man beispielsweise krank ist, wird die Prepaidkarte deaktiviert und kann dann nicht mehr genutzt werden. Das ist ein Problem, dessen man sich bei Prepaidtarifen für Senioren bewusst sein sollte.

Ein Simkarte, die nicht verfällt

Leider gibt es derzeit auf dem Markt auch keine gute Prepaid Alternative, die nicht irgendwann deaktiviert wird. Wir empfehlen daher als Senioren-Tarif auch keine Prepaidkarte, sondern die sogenannten Congstar „Wie ich will“-Simkarte. Diese bietet einen 9 Cent Tarif ohne Grundgebühr und hat auch keine Laufzeit – genau wie die Prepaidkarte. Dazu hat sie kein Aktivitätszeitfenster. Man findet sie direkt hier.

Im Forum schreibt ein Mitarbeiter des Unternehmens dazu:

“ … diese sogenannte „Inaktivitätsprüfung“ gibt es in der Tat nur bei congstar Prepaid-Tarifen. Für Flex-Tarife gilt sie also nicht. …“

Der Postpaid Tarif von Congstar ist also auf jeden Fall eine Alternative zur Prepaidkarte. Man findet ihn direkt hier. Dabei sollte man aber wirklich darauf achten, dass man die „Congstar wie ich will“ Simkarte bestellt, denn die normalen „Congstar Prepaid wie ich will“-Karte hat ein Gültigkeitsfenster. Dieser Link führt direkt zur „Wie ich will“-Handykarte von Congstar: Congstar „Wie ich will“ Tarif.

Ansonsten sollte man auf Prepaidtarife setzen, die lange Laufzeiten haben. In der Regel sind die Fristen, innerhalb denen automatisch deaktiviert wird, in den AGB der Anbieter fest gehalten. Man sollte also dort prüfen, wie schnell ein Anbieter die Simkarte abschaltet.

Seniorenhandys – das sollte man direkt bei der Technik beachten.

Seniorenhandys sind speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgelegt. Sie bieten

  • extra große Tasten für die Bedienung
  • großes Display mit großer Schrift
  • einfach Bedienung
  • je nach Modell: Notruftasten die individuell belegt werden können

In der Regel reichen aber auch einfache Einsteigergeräte aus. Die Nokia Asha Modelle biete ebenfalls große Bedientasten und eine gute Übersicht, dazu ist das Handy wesentlich günstiger als vergleichbare Einsteigergeräte. Teilweise wird auch das iPhone mit seiner einfachen Bedienung für Senioren empfohlen, aber da es sehr teuer ist, bietet es nur selten eine wirkliche Alternative.

Einige Seniorenhandys bringen gleich teure Verträge mit die Sonderfunktionen wie eine Notrufzentrale mit einschließen. Ob dies sinnvoll ist muss jeder für sich selbst beurteilen, wer nicht ständig medizinische Überwachung benötigt wird sicher auch ohne dieses auskommen.

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