Inaktive SIM-Karte als Fehlermeldung – mögliche Gründe und was man dagegen tun kann

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Inaktive SIM-Karte als Fehlermeldung – mögliche Gründe und was man dagegen tun kann – Vereinzelt kann es vorkommen, dass bei neuen und bestehenden SIM-Karten die Fehlermeldung „SIM-Karte inaktiv“ angezeigt wird. Das ist ärgerlich, weil man somit nicht erreichbar ist, sowohl Gespräche, SMS als auch Datenverbindungen sind nicht möglich. Die SIM-Karte verbindet sich folglich nicht (mehr) mit dem Netz. Im folgenden Artikel werden mögliche Gründe für die Fehlermeldung genannt, normalerweise gibt es lediglich zwei Szenarien, wie diese Meldung auftreten kann.

Inaktive SIM-Karte bei Prepaid-Verträgen

Im Telekom-Forum schrieb eine verärgerte Kundin am 21.12.2014:

Wieso ist die Simkarte auf meinem Handy mit der Nr.  0151 51…………………  plötzlich inaktiv?  Ich denke doch nicht, daß ein „Hacker“ sich da breit macht. Ich habe außerdem noch ein Guthaben von 4,09 E darauf. Sich diese Summe einfach einzubehalten grenzt an Betrug. Erhielt kürzlich eine SMS, die ich für Spam hielt, darin stand etwas von Vertragskündigung. Wenn das wirklich so wäre, und diese SMS gewollt von der Telekom ist, wäre das schon ein starkes Stück. (…)

Letztlich wurde die Kundin per SMS darüber informiert, dass die SIM-Karte deaktiviert wird, sollte keine Guthaben hinzu gebucht werden. Fälschlicherweise hielt die Kunde die SMS für Spam. Ab wann die Prepaid-Karten wegen Inaktivität des Nutzers gesperrt werden, ist von Provider zu Provider unterschiedlich, der Durchschnittswert liegt bei circa einem Jahr. Alle Anbieter warnen zuvor per SMS, E-Mail oder Post und verweisen auf die Kündigungsfrist – meist ein Monat – hin. Sollte in der Zeit wieder Guthaben geladen werden, dann ist die Kündigung obsolet, andernfalls wird die Karte deaktiviert. Die deaktivierten Karten lassen sich innerhalb einer gewissen Zeit – meist maximal drei Monate – wieder reaktivieren. Es empfiehlt sich diesbezüglich an den jeweiligen Kunden-Support zu wenden. Nach verstreichen der „Extra-Frist“ wird die Nummer neu vergeben, in dem Fall hat der Kunde dennoch das Recht sich sein Restguthaben auszahlen zu lassen.

Inaktive SIM-Karte bei neuen Verträgen

Viele Kunden freuen sich über einen neuen Handyvertrag, insbesondere wenn ein neues Smartphone, iPhone etc „inklusive“ ist. Es ist dann ärgerlich, wenn man das neue Handy ausprobieren will, aber die Fehlermeldung „inaktive SIM-Karte“ erscheint. Jedoch ist der Grund hierfür meist sehr simpel, jede neue SIM-Karte muss vorher freigeschaltet werden. Diese Freischaltung kann mitunter bis zu 48 Stunden dauern. Es gibt verschiedene Arten die Karte freischalten zu lassen, entweder über den telefonischen Kundenservice, per SMS oder auch online. Allerdings ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass oftmals ein Neustart des Handys vonnöten ist, damit die neue SIM-Karte erkannt wird. Sollte nach zwei Werktagen immer noch die Fehlermeldung, dann ist es ratsam den entsprechenden Handy-Shop oder die Kunden-Hotline  kontaktieren.

SIM-Karte defekt?

Neben den oben erwähnten zwei Hauptszenarien bei Prepaid-Nutzern und Neukunden, besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit das die SIM-Karte defekt ist. Oftmals haben Kunden Zweitkarten die man erst später nutzt, sollten diese vorher nicht ordnungsgemäß gelagert gewesen sein, besteht die Gefahr die SIM-Karte verschmutzt oder oxidiert ist. Jedoch kann auch eine eingelegte SIM-Karte verschmutzen, beispielsweise durch Staubpartikel. Bisweilen reicht es die Karte zu entnehmen, mit einem Microfasertuch zu reinigen und/oder „trocken zu pusten“.

Erscheint nach der Reinigung weiterhin die Fehlermeldung ist es ratsam die SIM-Karte in einem anderen Gerät auszuprobieren. Wenn die Karte in einem anderen Handy funktioniert, ist höchstwahrscheinlich das ursprüngliche Handy defekt. Zeigt auch das Testhandy „inaktive SIM-Karte“, so ist aller Voraussicht nach die SIM-Karte defekt. In dem Fall hilft nur noch eine Ersatzkarte, bei manchen Anbietern sind diese kostenlos, teilweise werden jedoch auch Gebühren von 10 bis 20 Euro fällig. Bei Hotline-Anrufen bezüglich der Beauftragung einer Ersatz-SIM-Karte wird häufig für „Service-Flats“ oder ähnliches geworben, dort bezahlt man monatlich einen kleinen Beitrag – allerdings mit einer Laufzeit von ein oder zwei Jahren  – und hat dann verschiedene Dienstleistungen „kostenlos“ beziehungsweise mittels dieser Option bereits abgedeckt. Je nach dem wie teuer der Ersatzkartenversand ist, kann sich gegebenenfalls auch bereits eine solche Option lohnen, nichtsdestotrotz sollte man das es vorher genau abwägen. Erwähnenswert ist weiterhin, dass die Ersatzkarte selbstredend auch wieder freigeschaltet werden muss.

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