Spätestens seit der Diskussion um zu hohe Roaming-Gebühren aus dem Ausland ist das Wort Roaming in aller Munde. Hier soll erklärt werden, was genau Roaming ist und warum es eigentlich keine schlechte Erfindung darstellt.
Im Mobilfunkbereich telefoniert man in der Regel in einem bestimmten Netz. Hat man einen Vertrag mit D1 abgeschlossen telefoniert man zum Beispiel im D1-Netz. Wo dieses Netz nicht zu Verfügung steht, kann man auch nicht telefonieren, man hat dann kein Netz sprich keinen Empfang. Roaming bedeutet in diesem Zusammenhang, dass in solche Situation auch ein fremdes Netz genutzt werden kann.
In der Regel haben die Netzbetreiber Verträge untereinander, die dies ermöglichen. Natürlich ist Roaming nicht in jedes Netz und zu jedem Anbieter möglich, sondern es muss ein Vertrag bestehen der auch die technische Umsetzung garantiert.
Inlandsroaming
O2 Genion nutzt beispielsweise das Netz von D1 wenn im eigenen Netz kein Empfang ist. Das kostet den Telefonkunden nichts extra und wird in der Regel auch nicht bekanntgemacht, man hat nur ein anderes Netz auf dem Handydisplay stehen.
Der Vorteil: Man hat die Erreichbarkeit von 2 Netzen und damit eine wesentlich größere Chance immer erreichbar zu sein.
Auslandsroaming
Im Ausland hat man meistens den Fall, dass die heimischen Netze nicht mehr greifen. In der Regel endet der Empfang direkt hinter der Grenze.
Die Netzbetrieber haben aber Kooperationsverträge mit ausländischen Mobilfunkunternehmen geschlossen, die es ermöglichen, per Roaming deren Netze zu nutzen. Deswegen bekommt man häufig direkt hinter der Grenze die WIllkommens-SMS eines Anbieters. Man kann dann auch im Ausland mit der normalen SIM-Karte telefonieren.
Der große Nachteil: Die Kosten werden immens. Es wird nicht nur der normale Minutentarif berechnet sondern dazu auch die Kosten des ausländischen Netzes sowie je nach Anbieter einige Zusatzkosten. So kommt man häufig auf Minutenpreise von 1 Euro und mehr.

